9. Dezember 2009

Lied des Tages: O
du fröhliche

Geschichte des Tages: Weihnachtspost

Gedicht des Tages: Bei den Sternenputzern

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Mit Weihnachtsrolf um die Welt
Ich möchte Sie einladen, mit mir zusammen um die Welt zu reisen, und jeden Tag bis Weihnachten einen anderen weihnachtlichen Schauplatz aufzusuchen.
Zu Weihnachten gehört Schnee und dazu ein Schneemann.
Die Schneemannkamera in Michigan


Bei den Sternenputzern
Verfasser unbekannt
Die Englein putzen die Sterne blank.
Sie haben vor Eifer ganz hochrote Bäckchen.
Sie hauchen und putzen stundenlang,
bis alles strahlt. Da bleibt auch kein Fleckchen.
Wisst ihr warum? Ich darf es euch sagen:
Wer am besten putzt, darf den Weihnachtsstern tragen.
Den schönen, goldenen Weihnachtsstern,
den trügen natürlich alle gern.
So geht es vor Weihnachten jedes Jahr.
Und denkt nur, wer diesmal der Sieger war
Ausgerechnet der Allerkleinste.
Das hätte man gar nicht von ihm gedacht:
Aber sein Stern war wirklich der Feinste.
Solch ein Knirps - und hat's schon so schön gemacht!
Wie das kam? - Ja, aber nicht weiter erzählen:
Er hauchte und putzte und hauchte und rieb,
doch es half nichts. Er mochte sich noch so sehr quälen.
Der Fleck oben links in der Ecke der blieb.
Und als es nun gar nicht gehen wollte,
und die erste Träne schon rund und dick
an der kleinen Nase herunter rollte,
erspäht' er den günstigen Augenblick,
schlüpfte hinaus und lief heimlich zum lieben Mond,
der ganz in der Nähe schrägüber wohnt.
Dem hielt er das Sternlein stumm vor's Gesicht.
Reden konnte er wegen der Tränen nicht.
Der Mond sah sich prüfend den Schaden an.
"Eingerostet!" sagte er dann.
"Neu versilbern! Was and'res hat keinen Zweck.
Mit Reiben und Putzen geht das nicht weg."
Da stand nun der kleine und seufzte schwer.
Und fragte schluchzend, warum gerade er?
Solchen schwierigen Stern bekommen musste.
Und da nun der Mond das ja auch nicht wusste,
und das Englein so traurig vor ihm stand,
nahm er ihm schweigend den Stern aus der Hand
und spann ihn behutsamm ganz dicht und fein
in seine silbernen Strahlen ein
und gab ihn zurück. Unser Engelsbube
rannte schnell damit in die Sternenputzstube
und polierte ihn nur noch ein bisschen über.
Nein, war der blank! Alles staunte darüber.
Und dann wurde der schönste Stern gebracht,
der damals erschien zur heiligen Nacht.
Den darf er nun tragen zum Weihnachtsfest.
Wenn er ihn nur nicht fallen läßt!

Weihnachtspost
Ines Langbecker 12/07
Alle Jahre wieder sitzt der Weihnachtsmann in seiner warmen Stube und liest die Wunschzettelbriefe der Kinder.
"Hey alter Mann, ich will einen MP3-Player, einen Fernseher, ein neues Handy, coole Klamotten und Süßkram jede Menge! Und bring mir ja kein Buch zum Lesen, denn Lesen mag ich überhaupt nicht! Stell den Sack nur vor die Tür, reinkommen brauchst Du nicht. "
Max
Nachdenklich zieht der Weihnachtsmann die Augenbrauen hoch und legt den Brief beiseite.
Plötzlich fällt ihm ein kleiner Briefumschlag auf, selbst gefaltet und liebevoll mit Weihnachtsmotiven geschmückt. Vorsichtig öffnet er ihn und liest.
"Lieber Weihnachtsmann,
danke für das spannende Buch im letzten Jahr.
Für mich selbst habe ich diesmal keinen Wunsch. Mir geht es gut.
Bei mir zu Hause gibt es immer ausreichend zu essen und Spielsachen habe ich genug. Komm trotzdem vorbei und nimm ein Geschenk für meine Brieffreundin mit.
Daja lebt im Kinderheim in einer kleinen Stadt in Serbien. Ihre Eltern hat sie im Krieg verloren. Manchmal gibt es nur wenig zu essen, Süßigkeiten und neue Spielsachen so gut wie nie. Letztens hat sie mir ganz traurig geschrieben, dass ihre einzige Puppe kaputt gegangen ist.
Ich möchte ihr zum serbischen Weihnachtsfest am sechsten Januar eine Freude machen .
Mit Oma habe ich eine Puppe für sie genäht, Plätzchen gebacken und von meinem Taschengeld Süßigkeiten gekauft. Das Päckchen ist schon eingepackt. Bitte bring es zu ihr!
Liebe Grüße
Laura."
Erleichtert spannt der Weihnachtsmann den Schlitten an, läd die Geschenke auf und fährt durch das vom Schnee verzauberte Land.
In der Ferne sieht er das Zuhause von Max. Das große Haus ist voller Überfluss geschmückt. Als er durch das Fenster späht, entdeckt er Max in seinem voll gestopften Zimmer. Gelangweilt läuft er auf und ab. Schnell stellt der Weihnachtsmann den Sack vor die Tür, klopft an und fährt weg. Eisiger Wind bläst ihm ins Gesicht.
Am Ende der Stadt wohnt Laura. Sie spielt draußen mit ihrem Hund. Ausgelassen toben beide durch den glitzernden Schnee. Ein lachender Schneemann mit roter Möhrennase und schwarzen Kohleaugen begrüßt den Weihnachtsmann am Gartentor. Der Tannenbaum daneben ist mit Futter für die Tiere geschmückt. Das alte einfache Haus sieht richtig festlich aus. Jedes Jahr schmücken es Laura und ihre Großmutter liebevoll. Mit strahlenden Augen begrüßt Laura den Weihnachtsmann und bittet ihn herein. Im Haus ist alles sehr einfach und schlicht. Doch es strahlt ganz viel Wärme aus. Der Weihnachtsmann packt das Päckchen für Daja auf seinen Schlitten und stellt einen kleinen Sack zurück. Dann fährt er weiter durch das Land.
Den eisigen Wind spürt er jetzt kaum. Richtig warm ist ihm ums Herz.
Das Dankeschön von Laura begleitet ihn noch lange auf seinem weiten Weg nach Serbien und zurück.
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