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Geschichte des Tages: Das neugierige Engelchen

Gedicht des Tages: Weihnachten der Tiere

Rezept:
Zitronensterne
Ergibt etwa 60 Stück
Zubereitungszeit:ca 40 Minuten+ 15 Minuten Backzeit
Zutaten: Teig Glasur
130 g Butter 150 g Puderzucker
100 g Zucker abgeriebene Schale
3 Eigelb und 2 El Saft von 2
abgeriebene Schale unbeh. Zitronen
von 2 unbeh. Zitronen
1Prise Salz
275 g Mehl
Ausserdem
Ausstechförmchen in Sternform, Backpapier
Zubereitung
1. Für den Teig Butter, Zucker und Eigelbe schaumig rühren.
Zitronenschale, Salz und Mehl zugeben und einen Teig kneten.
Backofen auf 200 °C Vorheizen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche Teig
etwa 4mm dick ausrollen. Sterne austechen und auf ein mit Backpapier
ausgelegtes Blech legen 10 bis 15 Minuten backen und abkühlen lassen.
2. Für die Glasur Puderzucker mit Zitronenschale und- saft verrühren.
Etwas Zitronenschale zur Deko aufbewahren. Sterne mit der Glasur bestreichen
und mit einem Stückchen Schale garnieren.

Mit Weihnachtsrolf um die Welt
Ich möchte Sie einladen, mit mir zusammen um die Welt zu reisen, und jeden Tag bis Weihnachten einen anderen weihnachtlichen Schauplatz aufzusuchen.
Der Domplatz in Erfurt
Hier ist der Erfurter Weihnachtsmarkt zu Hause


Weihnachten der Tiere
Astrid Lohmann
Der Hase merkt es zuerst:
Es fängt an zu schneien Und er beginnt zu schreien. Alle Tiere kommen heran Und schauen sich das Wunder an.
Dem Reh fällt es zuerst ein,
Es könnte Weihnachten sein. Und schon kommen sie herbei,
Erst eins, dann zwei.
Alle sehen die Renntiere an,
Wie sie vom Himmel geflogen kam’.
Jeder weiß, es ist so weit, der Weihnachtsmann, der kommt nun bald. Am Abend ist dann alles bereit Und sie freuen sich das es schneit. Als dann der Weihnachtsmann kam, War jeder gespannt und das Fest begann.

Das neugierige Engelchen
(Marion Hallbauer)
Es war einmal... nein, eigentlich war es erst gestern, oder vorgestern, oder auch vorvorgestern. Es war schon leicht dunkel. Ich nahm die Wäsche im Garten von der Leine. Sie war etwas gefroren. ,,Hängst sie noch ein Weilchen zum Trocknen auf den Boden’’, dachte ich mir. Aus dem geöffneten Fenster von Frau Werner ertönte laute Musik. ,,Alle Jahre wieder kommt das Christuskind, auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind...’’. ,,Ach ja, die kann es wohl gar nicht erwarten?’’ Fragte ich mich im Stillen und musste ein wenig schmunzeln. Morgen ist doch erst der erste Advent.
Zeitgleich, auf einer anderen Ebene:
Neunundzwanzig kleine Engelchen flitzten wie wild um eine grosse dicke Wolke. Im Himmel herrschte buntes Treiben. Morgen ist auch da der erste Advent. Da wird das erste Türchen geöffnet. Nicht nur an den Adventskalendern der Kinder auf Erden, sondern auch bei den Nachwuchsengelchen im Himmelsreich. Nur sind es da kein Kalendertürchen, sondern Wolkenfensterchen. Jeden Tag wird ein neues geöffnet und jeden Tag dürfen die Engelchen auf die Erde herab schauen und staunen, was da so zu Gange ist. Wer schon einmal ganz intensiv den Morgenhimmel betrachtet hat in dieser Zeit, wenn es so langsam hell wird, hat vielleicht schon einmal eines gesehen. Auch in diesem Jahr freuten sich die kleinen Engel auf den kommenden Morgen, wenn das erste Türchen geöffnet werden sollte. Petrus, der Hüter der Engelchen, war gerade dabei den Himmelsstaub weg zu kehren. Er beachtete die Engelchen nicht weiter und summte ein Lied dabei. ,,Alle Jahre wieder kommt das Christuskind...’’. Das neugierigste und vorwitzigste aller Nachwuchsengelchen, es war wohl das erste Mal bei den Vorbereitungen dabei, entdeckte den Wirbel des ersten Wolkenfensterchens. Und ohne zu fragen, ohne abzuwarten, riss es das Fenster so weit auf, dass es aus den Angeln flog. Rums bums. Und ehe Petrus und die anderen Engelchen es vernehmen konnten, steckte es sein neugieriges Köpfchen hinaus um ganz viel zu sehen. Und ehe jemand herbei eilen konnte, um es zurück zu halten, purzelte es auch schon kopfüber, kopfunter aus dem Wolkenfenster. Und es flog. Ängstlich schaute das Engelchen um sich. Doch ehe es richtig begriffen hatte, was passiert war, landete es auch schon...
...plums, vor meinen Füssen, hier auf der Erde. Inzwischen war es ganz dunkel geworden. Noch immer ertönte Weihnachtsmusik. Ich glaube, wir waren beide wie gelähmt vor Schreck. Da lag ein winziges Ding vor mir und wimmerte. Seine Flügelchen waren angebrochen. ,,Ich will zurück ins Himmelreich’’ sagte es und ich begriff nun, was passiert war. Ich hob es auf und trug es, wie vor vielen Jahren mein eigenes Töchterlein (dies ist längst erwachsen), nach oben ins warme Zimmer. Nur war das Engelchen viel leichter und zerbrechlicher. Es sprach nicht viel und schaute nur scheu seine Umgebung an. Ich dachte nun nach, was zu tun sei. Ohne Flügelchen konnte es doch nicht zurück fliegen und was sollte hier auf Erden aus ihm werden? Wir warteten nun auf den Morgen und auf eine Idee. Da fielen mir die Kraniche ein, die am Teich hinterm Wald ihren Wohnsitz hatten. Schon lange flogen sie nicht mehr in den Süden, wenn die kalte Jahreszeit begann. Sie waren anmutig und schön und man spürte ihre Freundlichkeit. Also ging ich mit dem Engelchen auf dem Arm durch den morgendlichen Wald und erreichte den See. Die ganze Kranichfamilie war beisammen und beriet wohl ihre Flugrute für den heutigen Tag. Als sie uns kommen sahen, war es still und ich hatte das Gefühl, sie konnten meine Gedanken lesen. Wollte ich sie doch fragen, ob ein jeder von ihnen eine Feder spenden könnte für das Engelchen, damit es zurück fliegen konnte und noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Himmel sein kann. Kaum hatte ich meine Frage gestellt, war auch schon jeder Kranich dabei, sich die grösste und kräftigste Feder aus dem Kleid zu ziehen um sie dem Engelchen in die kaputten Flügel zu stecken. Nett schaute es aus und schon die ersten Flugversuche gelangen und waren gut. Glücklich sah das Engelchen die Kraniche und dann mich an. Nicht nur, dass sie ihm Federn spendeten, nein, sie beschlossen, das Engelchen zu begleiten.
Auch wenn es nur ein kurzer und vor allem ein ungewollter Besuch war, der Abschied fiel schwer. Ein letztes mal nahm ich das kleine Ding auf den Arm. ,,So schnell werde ich wohl nicht wieder einen Engel im Arm halten’’, dachte ich lächelnd. ,,Leb wohl’’, sagte ich. ,,Man sieht sich’’, antwortete das Engelchen und dann hob es mit den Kranichen ab und stieg empor in die Lüfte. Als ich später noch einmal in den Himmel schaute, öffnete sich eine Wolke und ein lachendes Gesichtchen schaute heraus. Ganz vorsichtig nur und es winkte mir zu.
Ich erzählte keinem Menschen davon. Nicht einmal meinem Mann, als er am Abend von der Arbeit nach Hause kam und auch nicht meiner Tochter, die mich am nächsten Tag besuchte. Nur euch erzähle ich davon. Und auch nur, weil mal wieder Weihnachten ist und wenn es morgen hell wird, schaut in den Himmel. Vielleicht könnt ihr ja ein Engelköpfchen erkennen.
Fröhliche Weihnachten euch allen!
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