AdventskalenderBastelnBrauchtumDownloadLinksLiederGedichteWeihnachtsmärkteBilderGeschichtenKüchePostamt

Klassische Gedichte * Lustige Gedichte * Besinnliches * Gedichte für Kinder * Mundart Gedichte


Advent
Abreißkalender
Brich an, du schönes
Christmarkt v. Berliner Schloß
Das erste Licht
Der alte Weihnachtsmann
Der Dezember
Der Stern (W.Busch)
Der Stern (C. Telker)
Dezember - kritisch gesehen
Die Flucht der heiligen Familie
Die Hirten
Die staade Zeit
Dies ist die Nacht
Du findest den Weg
Du schöne, sel'ge Zeit
Es liegt ein Dämmern
Es treibt der Wind...
Ein nie vorher gesehener Stern
Ein Geschenk für den Weihnachtsmann
Ein Wunsch
(Gem)Einsame Weihnacht
Genau wie damals
Glückliche Weihnachtszeit
Hier unten im Turme
Internetweihnacht
Schlagt Brücken
Simeon
Traum eines kleinen Raben
Verschneit liegt rings die Welt
Verse zum Advent
Vorweihnachtstrubel
Weihnacht
Weihnachten 2000
Weihnachten 2001
Weihnachtsabend
Weihnachtsnacht
Weihnachtswünsche
Weihnachtszeit
Wer jetzt daheim ist
Winternacht

Winternacht 2
Zu Bethlehem, ruht ein Kind

 

Sie sind der

Besucher in der
Weihnachtsstadt

Haftungsausschluss
Impressum
Gästebuch
Blog

zuletzt aktualisiert:
13.12.2009

 

© rolf_tischer@weihnachtsstadt.de GDH

 

Der Dezember

von Erich Kästner

Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.

Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, daß man's versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.

Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."