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Heilig Abend * Kinderlieder * Englisch,Spanisch * Weihnachtslieder

 

Melodie   Noten

Alle Jahre wieder
Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen
Ave Maria
Du bist die schönste aller Gaben
Es kommt ein Schiff, geladen Freu Dich
Fröhlich s mein Herze springen
Fröhliche Weihnacht überall
Ich steh an deiner Krippen hier
Ihr Kinderlein kommet
In dulci jubilo
Kommet, ihr Hirten
Krippenlied
Macht hoch die Tür
Maria durch ein Dornwald ging
O du fröhliche
O Freude über Freude
O Heiland reiß die Himmel auf
O Jesulein zart
O Tannenbaum, O Tannenbaum
O Wunder, was ... bedeuten?
Es ist ein Ros entsprungen
Still, still,still
Stille Nacht, Heilige Nacht
Tochter,Zion, freue dich
Vom Himmel hoch
Zu Bethlehem geboren

 

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zuletzt aktualisiert:
23.10.2009

 

 

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O Freude über Freude

von Gerhard Wilhelm, aus Schlesien

O Freude über Freude,
Ihr Nachbarn kommt und hört,
was mir dort auf der Heide,
für Wunderding passiert:
Es kam ein weißer Engel
bei hoher Mitternacht,
der sang mir ein Gesänglein,
daß mir das Herze lacht.

Er sagte: "Freut euch alle,
der Heiland ist geborn
zu Bethlehem im Stalle,
das hat er sich erkorn
Die Krippe ist sein Bette,
geht hin nach Bethlehem!
Und wie er also red´te,
da flog er wieder heim.

Ich dacht du mußt nicht säumen,
ich ließ die Schäflein stehn.
Ich lief dort hinter den Zäunen,
bis zu dem Stalle hin.
Da ward ich schier geblendet,
von einem lichten Strahl,
der hatte gar kein Ende
uind wies mich hin zum Stall.

Der Stall war wie ein Nestchen
aus gelben dürrem Stroh,
die Wände waren Ästchen,
die Balken waren roh.
Das Dach war herzlich dünne
und hing am halben Haar,
Ich dachte: Ach da drinne,
da liegt das Kindlein gar!

Ich schlich mich auf die Seite,
ich schaute sacht hinein:
Da sah ich ein paar Leute
im fahlen Lampenschein.
Da sah ich keine Wiege,
doch nur ein Bündel Stroh,
darauf das Kindlein liegen:
kein Maler träf es so!

Es hatte ein Paar Wänglein,
als wenns zwei Röslein wärn,
ein Mündlein wie ein Englein,
zwei Äuglein wie zwei Stern,
ein Köpfchen wie ein Täubchen,
gekräuselt wie der Klee,
ein hübsches herzig´s Leibchen,
viel weißer als der Schnee.

Die Mutter kniet daneben;
der hab ichs angesehn:
Sie würd´ in ihrem Leben
für nichts das Kindlein geb´n!
Bald nahm sie´s aus dem Bette,
bald legt sie´s wieder rein,
Das könnte, ach ich wette,
umsorgter wohl nicht sein.

Zur andren Seit´ daneben,
da kniet ihr lieber Mann,
und neigt sich ganz ergeben,
betet das Kindlein an.
Er küßt´s all Augenblicke,
das dauert die ganze Nacht,
er hat´s in einem Stücke
nur immer angelacht.

Ich glaub im ganzen Lande,
da hat´s kein solch schön Kind
Es lag in lautrem Glanze,
man ward schier davon blind
Ich dacht in meinem Sinne:
" Das Kindlein stünd dir an,
wenn du dir´s könntst gewinnen,
du wagst ein Lämmlein dran."