Advent
Die Adventszeit ist seit Gregor dem Großen die Vorbereitungszeit auf
das Weihnachtsfest.
Schon in der Niederschrift des Konzils von Saragossa im Jahre 380 wurden
die frühchristlichen Gläubigen angehalten, sich während des Advents (lateinisch
"die Ankunft") auf die Geburt Jesu Christi vorzubereiten.
Damals richtete man sich jedoch noch nicht am 24. Dezember als dem Tag
der Geburt des Heilands aus, sondern am 6. Januar, dem Tag der Erscheinung
des Herrn.
Die Adventszeit beginnt mit dem 1. Sonntag nach dem 26. November, oder
anders erklärt: Es ist der 4. Sonntag vor dem 25. Dezember. Die Adventzeit
endet immer mit dem 25. Dezember und enthält somit die 4 Sonntage
vor Weihnachten; mit dem 1. Adventssonntag beginnt das Kirchenjahr.
Thematisch sind die Adventssonntage in der Kirche wie folgt aufgebaut:
1. Adventsonntag: Die Texte im Gottesdienst sind geprägt von der
Wiederkunft Christi am Letzten Tag.
2. und 3. Adventsonntag: Die Gestalt Johannes des Täufers steht im
Mittelpunkt.
4. Adventsonntag: Gewidmet Maria, der Mutter Gottes.
Viele Bräuche während der Adventszeit zeugen von den mannigfaltigen Einflüssen,
denen der Advent im Laufe der Zeit, durch regionale Eigenarten verstärkt,
ausgesetzt war. Die Umzüge, Lieder- und Bettelgänge in den Klöpfelesnächten,
am Andreasabend, zu Beginn der Rauhnächte, zu Nikolaus
oder am Barbaratag, entstammen nicht nur
christlicher Tradition, sondern in ihnen leben alte germanische Vorstellungen
der Glaubenswelt unserer heidnischen Vorfahren fort.
Viele dieser alten Sitten haben das Licht, durch Kerzen und andere Feuer
symbolisiert, zum Inhalt. Unsere Vorfahren liebten es, gerade in den Wintermonaten,
wenn die Nächte immer länger wurden, zur Beschwörung und Abwehr "böser
Kräfte" Lichter an den verschiedensten Stellen im Hause anzuzünden.
Einer der jüngsten Adventsbräuche ist der Adventskranz.
Er ist erst seit dem Ersten Weltkrieg in Deutschland zu Hause.
Für die Kinder ist die Adventszeit wichtig, denn in der gemütlichen, anheimelnden
Atmosphäre der Familie kann so recht die Vorfreude auf das Weihnachtsfest
entstehen. Kein Kind wird es je vergessen, wie es war, wenn man heimlich
mit roten Backen den Wunschzettel schrieb, wenn Mutter zur Probe die ersten
Plätzchen backte, den Schmuck des Weihnachtsbaums einer letzten Prüfung
unterzog oder die Weihnachtskarten schrieb.
Der Adventskalender, auch
eine Erfindung der jüngeren Zeit, ist so richtig dazu angetan, diese Vorfreude
auf den 24. Dezember hinzulenken.
Weihnachtskerzen
Kerzen gehören unbedingt in die Advents- und Weihnachtszeit. Nachdem die vier Kerzen des Adventskranzes abgebrannt sind, werden nun als nächstes die Kerzen an den Weihnachtsbaum gehängt. Traditionellerweise wird der Weihnachtsbaum am frühen Heiligabend geschmückt. Bunte Kugeln, Engel oder andere Figuren und natürlich Kerzen werden an den Nadelbaum gehängt. Manche Menschen benutzen anstelle der Kerzen lieber elektrische Lampen . Diese sind einerseits zwar sicherer als Kerzen, vor allem, wenn man Kinder hat, und auch weniger aufwändig. Andererseits ist das Licht von Kerzen um einiges stimmungsvoller, gerade an Weihnachten.
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