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Zuletzt aktualisiert
23.11.2017

Italien

Gefunden auf www.weihnachtsstadt.de
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Auch hier ist Weihnachten ein Riesenfamilienfest, bei dem das mehrgängige Essen mit Lamm und Truthahn nicht zu kurz kommen darf.

Ob allerdings in einem Haus ein Tannenbaum oder eine riesige Krippe steht, ist völlig verschieden. Krippenbesitzer und Tannenbaumfans sind nämlich in zwei Lager gespalten und streiten sich schon Ewigkeiten, was nun wirklich ins Weihnachtszimmer gehört.

Sizilien schert sich um diese Streitereien nicht. Wichtiger ist wie die Geschenke finanziert werden. Deshalb ist die Adventszeit dort die Zeit des Kartenspiels. Einmal pro Woche lädt die Familie zum Weihnachtspokern ein.

Beschenkt werden alle Kinder am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Sie warten dann sehnsüchtig auf die hässliche aber weise alte Hexe Befana, die durch den Kamin rutscht, um ein Geschenk im bereitgestellten Schuh zu hinterlassen. Das tue sie, so sagt man, weil sie in jedem Haus das neugeborene Jesuskind vermutet.

In Südtirol, im Norden Italiens, wird Weihnachten anders gefeiert. Dort bringt das Christkind die Geschenke am 24. Dezember. Damit es auch weiß, was die Kinder sich wünschen, ist es Tradition, einen selbstgeschriebenen Brief an das Christkind in der Adventszeit auf das Fensterbrett zu legen. An Heiligabend besuchen Familien gemeinsam die Kindermette, die nachmittags stattfindet. Seit 1986 entzündet ein Kind jedes Jahr kurz vor Weihnachten eine Kerze in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem und bringt dieses Licht als Symbol des Friedens mit dem Flugzeug nach Österreich. Von dort aus wird das Licht über Europa verteilt, in dem dann weitere Kerzen daran entzündet werden. Auch in Südtirol ist es Tradition, ein solches Bethlehem-Lichtchen in der Kirche zu erhalten und mit nach Hause zu nehmen, um damit die Kerzen am Tannenbaum zu entzünden.
Immer mehr Touristen entscheiden sich dazu, Weihnachten in Südtirol zu verbringen, denn während in Deutschland meist kein Schnee am Heiligen Abend zu erwarten ist, ist in Südtirol eine weihnachtliche Schneelandschaft garantiert. Eine Schneeschuhwanderung oder eine romantische Fahrt im Schlitten sind besondere Erlebnisse, die im Gedächtnis bleiben. Bereits Anfang Dezember findet im Schloss Tirol ein besonderer Weihnachtsevent statt. Traditionelles Handwerk wie Töpfern, Spinnen und Filzen kann bestaunt werden, Chöre und Bläsergruppen treten auf und traditionelle Südtiroler Speisen können gekostet werden. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Umgebung viele, beispielsweise das Hotel Gartner, Hotel Meran Südtirol, das immerhin vier Sterne vorweisen kann. Doch auch kleinere Pensionen oder Ferienwohnungen laden zum Verweilen ein. Außerdem lohnt sich ein Besuch auf dem Meraner Weihnachtsmarkt, der bis zum 6.Januar geöffnet hat.