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18.06.2018

Die Moosmann-Sage

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Eine Sage aus dem Vogtland

eingeschickt von Anja

Die Moosmann-Sage
...beginnt mit einem jungen Burschen, welcher sehr arm war und sich in die Tochter des Nachbarn verliebt hatte.
Da die wenigen Groschen als Holzfäller aber nicht für die Gründung einer eigenen Familie reichten, ging der einst lustige Mann immer öfter in den Wald, um sich abzulenken.
Als er eines Tages sehr spät auf dem Weg nach Hause war, sprang plötzlich eine winzige Gestalt vor ihm auf den Weg und bat ihn, sehr schnell drei Kreuze (die drei Kreuze stehen für: "Im Namen des Vaters,des Sohnes und des Heiligen Geistes")
in den nächsten Baumstamm zu schlagen, weil der Wilde Jäger mit seinem Gefolge komme, um sie töten.
Der junge Mann folgte sogleich der Bitte und kaum war er fertig, da brauste auch schon die ganze Meute herbei, jedoch die Kreuze schützten die beiden und der Jäger konnte ihnen nichts anhaben.
Die kleine Gestalt bedankte sich, noch immer zitternd bei dem jungen Burschen, schenkte ihm zum Dank einen Zweig und verschwand unter einer Wurzel.
Erst jetzt begriff der Holzfäller, daß er ein Moosweibchen vor dem Jäger gerettet hatte.
Da er nicht so recht wußte, was er mit dem kleinen Zweig anfangen soll, steckte er ihn, ein Liedchen pfeifend an seinen Hut.
Als er zu Hause angekommen war und seinen Hut abnahm, staunte er nicht schlecht, denn der Zweig hatte sich in reines Gold verwandelt.
Jetzt war sein Glück perfekt, den er konnte ein kleines Häuschen bauen und sein Mädchen heiraten.

Als alter Mann noch erzählte er seinen Enkeln und Urenkeln die Geschichte von den Moosleutchen im Wald und wie er für seine Hilfe einen Zweig geschenkt bekam, der sich in Gold verwandelte.