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Zuletzt aktualisiert
13.01.2018

Der doppelte Weihnachtsmann

Gefunden auf www.weihnachtsstadt.de
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von Marco Weber

Es war Heiligabend in Hamburg. Alles war ruhig, da alle Leute schliefen. Doch in einem Haus, in der Elbgasse 9, war einiges los. Zwei Weihnachtsmänner stritten sich im Wohnzimmer, nahe des Weihnachtsbaumes.
"Dies ist mein Revier. Was machst du hier?", fragte der eine Weihnachtsmann.
"Das könnte ich auch dich fragen. Dein Gebiet geht nur bis zur Elbe, nicht bis hierher!", fauchte der andere zurück.
"Nein, es wurde diesen Sommer erst erweitert. Jetzt liegt er, der Weihnachtsbaum, 1 ½ Kerzenlängen mehr auf meiner Seite!"
Mittlerweile war Kurt Kleine, der Familienvater, wach geworden. Er holte seinen Revolver aus der Nachttischschublade, weil er dachte, im Wohnzimmer wären Einbrecher. Nun ging er ins Wohnzimmer, gab zwei Warnschüsse ab und brüllte: "Hände hoch und Waffen weg!"
Doch die Weihnachtsmänner sahen nur kurz auf und schrien sich dann weiter an.
Als Kurt Kleine die Weihnachtsmänner erkannte, blieb er verdutzt stehen. Er tat auch nichts, als die Weihnachtsmänner anfingen, sich mit Porzellanvasen zu bewerfen. Er stand nur da und traute seinen Augen und Ohren nicht.
Indessen war die ganze Familie Kleine herunter gekommen. Die beiden Kinder der Familie waren begeistert, einmal den richtigen Weihnachtsmann bzw. zwei richtige Weihnachtsmänner zu sehen. Doch die Mutter machte sich Sorgen um ihre teuren Vasen.
Plötzlich hörten alle ein dumpfen Rumsen im Kamin, und sie sahen einen dritten Weihnachtsmann, der allerdings einen längeren Bart hatte und älter war als die beiden anderen Weihnachtsmänner. Wie sie später erfuhren, war es der Oberaufsehbefehlsgeberweihnachtsmann im Gebiet Hamburg.
Er beschloss, dass der Weihnachtsmann, dessen Gebiet vergrößert worden war, Recht hatte und der Weihnachtsbaum um 0,863 Kerzenlängen mehr auf seinem Gebiet lag. Außerdem verurteilte er beide Weihnachtsmänner zu Sozialstunden in einer Porzellanvasenfabrik.
Als der Oberaufsehbefehlsgeberweihnachtsmann ging, hinterließ er 1.000 Euro für neue Vasen und riesengroße Geschenke.
Nach diesem Ereignis konnte die Familie lange nicht einschlafen. Später schafften sie es aber doch, und die Kinder träumten von riesigen streitenden Weihnachtsmännern.