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Zuletzt aktualisiert
18.12.2017

Vom Himmel hoch

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Text: Martin Luther(1535), erste Strophe von Valentin Triller (1555)

Es kam ein Engel hell und klar
von Gott aufs Feld zur Hirtenschar;
der war gar sehr von Herzen froh
und sprach zu ihnen fröhlich so:

Vom Himmel hoch, da komm ich her,
ich bring Euch gute neue Mär,
der guten Mär bring ich so viel,
davon ich sing'n und sagen will.

Euch ist ein Kindlein heut'geborn
von einer Jungfrau, auserkorn;
das Kindelein so zart und fein,
das soll eu'r Freund' und Wonne sein.

Es ist der Herr Christ unser Gott,
der will euch führn aus aller Not,
er will eu'r Heiland selber sein,
von allen Sünden machen rein.

Er bringt euch alle Seligkeit,
die Gott, der Vater, hat bereit',
daß ihr mit uns im Himmelreich
sollt leben nun und ewiglich.

So merket an das Zeichen recht,
die Krippen, Windelein so schlecht:
Da findet ihr das Kind gelegt,
das alle Welt erhebt und trägt.

Des laßt uns alle fröhlich sein
und mit den Hirten gehn hinein,
zu sehen, was Gott uns beschert,
mit seinem lieben Sohn verehrt.

Merkt auf, mein Herz, und sieh dort hin:
Was liegt doch in dem Krippelein?
Was ist das schöne Kindelein?
Es ist das liebe Jesulein.

Sei uns willkomm'n, du edler Gast!
Den Sünder nicht verschmähet hast
und kommst ins Elend her zu mir,
wie soll ich immer danken dir?

Ach Herr, du Schöpfer aller Ding',
wie bist du 'worden so gering,
daß du da liegst auf dürrem Gras,
davon ein Rind und Esel aß.

Und wär' die Welt vielmal so weit,
von Edelstein und Gold bereit',
so wär'sie doch dir viel zu klein,
zu sein ein enges Wiegelein.

Der Sammet und die Seiden dein,
das ist grob'Heu und Windelein,
darauf du Kind, so groß und reich,
her prangst als wär's dein Himmelreich.

Das hat also gefallen dir,
die Wahrheit anzuzeigen mir:
Wie aller Welt Macht, Ehr'und Gut
vor Dir nichts gilt, nichts hilft noch tut.

Ach, mein herzliebes Jesulein,
mach dir ein fein sanft' Bettelein,
zu ruhn in meines Herzens Schrein,
daß ich nimmer vergesse dein!

Davon ich all'zeit fröhlich sei,
zu springen, singen immer frei
das rechte Susaninne schon,
mit Herzens Lust den süßen Ton.

Lob, Ehr' sei Gott im höchsten Thron,
der uns schenkt' seinen ein'gen Sohn;
des freuen sich der Engel Schar'
und singen uns solch's neues Jahr.

 

Noten Vom Himmel Hoch