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Zuletzt aktualisiert
25.05.2022

Der Weihnachtsmarkt: geliebte Tradition

Gefunden auf www.weihnachtsstadt.de
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Der Duft von Glühwein und kandierten Äpfeln, das Lachen der Kinder auf dem Karussell und natürlich der Weihnachtsmann mit seinem roten Gewand und dem weißen Bart: all das macht den Bummel über einen Weihnachtsmarkt zu einem Erlebnis. Auch wenn in diesem Jahr nicht alle Märkte stattfinden können, lohnt es sich, ein wenig Vorfreude zu tanken – auf das nächste Jahr.

Auch in diesen bisweilen schwierigen Zeiten möchte man in Deutschland nicht auf den Weihnachtsmarkt verzichten. Das haben zahlreiche Umfragen wie etwa die der Stuttgarter Nachrichten klar erwiesen.

Verwunderlich ist das nicht. Immerhin ist ein Weihnachtsmarkt nicht nur Zeichen von Normalität, sondern zudem ein besonderer Ort, an dem man sich mit Freunden oder Kollegen gern in festlicher Atmosphäre auf Weihnachten einstimmt. Dabei gibt es Weihnachtsmärkte in allen Regionen Deutschlands, wie dieser Guide von HelloFresh zeigt.

Doch nicht nur der leckere Punsch oder das Treffen mit den Kollegen nach Feierabend macht den Weihnachtsmarkt so beliebt. Man kann hier auch wunderbar entspannen. Deshalb ist er die ideale Zwischenstation, wenn man gerade die Weihnachtseinkäufe erledigt. Eine kleine Auszeit ist nach dem Gerenne durch die Geschäfte nämlich immer eine gute Idee.

Vom Versorgungsmarkt zum Kunsthandwerk

Der Ursprung der Weihnachtsmärkte liegt in Dresden. Der dortige Striezelmarkt ist der älteste Markt dieser Art in Deutschland und es gibt ihn bereits seit 1434. Eigentlich aber reicht diese Tradition noch viel weiter zurück. Übrigens: Mit dem Begriff „Striezel“ wird ein Gebäckstück bezeichnet, das oft gefüllt ist – beispielsweise mit Äpfeln oder Mohn.

Schon im späten Mittelalter gab es in vielen Städten die sogenannten Wintermärkte. Dort hatten die Bewohner Gelegenheit, sich mit Fleisch und anderen Dingen einzudecken, die man für die kalte Jahreszeit brauchte. Seit dem 14. Jahrhundert hatten auch Spielzeugmacher, Korbflechter oder Zuckerbäcker die Möglichkeit, ihre Waren dort anzubieten.

Der Nikolausmarkt in München dürfte der erste gewesen sein, der offiziell diesen Namen trug. Er wurde 1310 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Er gilt, ebenso wie der Markt von Bautzen, als Vorreiter für die heutigen Weihnachtsmärkte.

In Bautzen war es der Wenzelsmarkt, der von 1384 an begangen wurde. Auch er diente jedoch ebenfalls zunächst der Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch und anderen Lebensmitteln für den Winter.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde aus diesen Versorgungsmärkten dann Veranstaltungen, die mehr dem Vergnügen dienten. Das liegt auch daran, dass zu dieser Zeit Weihnachten vom kirchlichen zum bürgerlichen Familienfest wurde. Dementsprechend veränderte sich das Angebot der Weihnachtsmärkte. Verstärkt wurden jetzt Spielzeug und Kunsthandwerk verkauft, das leibliche Wohl der Besucher rückte ebenfalls in den Mittelpunkt. Auch die Tradition, eine kunstvolle Weihnachtskrippe außerhalb von Privathäusern und der Kirche aufzustellen, rührt aus dieser Zeit her.

In den 1920er Jahren schließlich verschwanden viele Weihnachtsmärkte aus den Städten. Grund dafür waren die Kaufhäuser, die Spielzeug und andere Geschenke in größerer Auswahl und vielfach auch deutlich günstiger anboten.

Statt der traditionellen Verkaufsmärkte zur Vorweihnachtszeit etablierten sich später Kunsthandwerksmärkte, die in stimmungsvoller Atmosphäre und mit festlicher Beleuchtung abgehalten wurden.

Von elegant bis schrill: Weihnachtsmärkte heute

Heute gibt es quer durch Deutschland und Europa Weihnachtsmärkte ganz unterschiedlicher Natur. Dazu gehören traditionelle Weihnachtsmärkte wie der Christkindlmarkt in München oder der Weihnachtsmarkt rund um das Rote Rathaus in Berlin.

Neben diesen Klassikern schlagen aber auch ganz ungewöhnliche Weihnachtsmärkte mittlerweile ihre Zelte auf. Mit Tradition hat beispielsweise „Santa Pauli“ in Hamburg nur wenig zu tun. Rund um die berühmte Reeperbahn geht es dabei besonders bunt– bisweilen auch durchaus frivol zu.

Wenn man sich bei Deutschlands Nachbarn ein wenig genauer umsieht, stellt man fest, dass auch hier ganz ungewöhnliche Weihnachtsmärkte zu finden sind. So hat der Weihnachtsmarkt in Zürich eine ganz besonders schnelle Anreise – er kommt mit dem Zug. Der Zürcher Christkindlimarkt findet nämlich im Hauptbahnhof statt.

Der Vergnügungsmarkt Tivoli in Kopenhagen dagegen gibt sich in der Vorweihnachtszeit besonders festlich. Nicht nur mit zahlreichen Weihnachtsständen, sondern auch mit geschmückten Fahrgeschäften.

Der Weihnachtsmarkt zu Hause

Da in Deutschland in diesem Jahr viele Märkte abgesagt wurden, lohnt es sich vielleicht, einen kleinen, eigenen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Ein paar Buden sind aus alten Kisten schnell gemacht, zur Not tut es auch ein Tapeziertisch, der mit Geschenkpapier „verkleidet“ wird. Weihnachtsbeleuchtung für den Außenbereich hat man meistens ohnehin im Haus – und es gibt mit Sicherheit viele Dinge, die man selbst nicht mehr benötigt, die aber für andere Menschen eine tolle Geschenk-Idee darstellen. Auch selbstgemachte Gestecke sind bei einem privaten Weihnachtsmarkt beliebt. Besonders schön wird so ein Weihnachtsmarkt zu Hause, wenn man auch Glühwein und selbstgebackene Kekse anbietet. Einen solchen Minimarkt kann man mit der Familie, mit Freunden oder den Nachbarn feiern.